Die Visper Lions U14/U17B zahlen Lehrgeld am zweiten Spieltag

Das Visper U14/U17B-Team reiste mit einem äusserst jungen Team nach Schüpfen. Gleich 9 der 14
mitgereisten Junior:innen sollten ihr Debut auf dem Grossfeld geben und dabei eine äusserst gute
Figur abgeben – auch wenn es noch nicht zu Punkten reichen sollte. Die Löwen trafen in Schüpfen
auf das Team Oberland 84 Interlaken und ihre Dorfkollegen aus Wilderswil-Interlaken.

 

Oberland 84 Interlaken – UHC Visper Lions          5:1     (2:0)

Das Spiel war – gerade zu Beginn – von gegenseitigem Respekt und durch gegenseitiges Abtasten
geprägt. Zwar gab es zögerliche Abschlussversuche, doch konnten diese nicht in Zählbares
umgemünzt werden. Die jungen Visper versuchten sich im 2-1-2-System zu organisieren. Obwohl das
Schussverhältnis äusserst ausgeglichen war, schafften es die Lonza-Städter nicht, den gegnerischen
Torhüter zu überwinden. Das Spiel stand auf Messers Schneide. Rund 5 Minuten vor dem Halbzeittee
trafen die Berner Oberländer schliesslich zur Führung und zwangen somit das Momentum auf ihre
Seite. Rund 20 Sekunden vor der Sirene nutzten diese auch noch eine Unachtsamkeit der Lions aus,
um auf einen zwei-Tore-Vorsprung zu erhöhen. Äusserst ärgerlich angesichts des Zeitpunkts.
Die junge Truppe liess sich aber nicht aus dem Konzept bringen und verlor den Mut keinesfalls. Dass
der Gegner in Reichweite zu sein schien, sorgte für Zuversicht in der Halbzeitpause. Der Glaube an
die Wende wurde beschworen.
Dreissig Sekunden nach Wiederanpfiff lancierte Werlen den freilaufenden Wirthner, der den
vielumjubelten Anschlusstreffer erzielte.
Die abgeklärtere Mannschaft kam heute jedoch aus Interlaken. Als die Visper Lions das offensive
Gaspedal ein wenig zu fest durchzudrücken versuchten, wurden sie kalt erwischt. Lehrgeld nennt das
der Lehrer. Das Endresultat von 1:5 aus der Sicht der Löwen ist hart, zeigt aber das Niveau der Liga
und dass es noch etwas braucht, um Punkte einzufahren.
Nichtsdestotrotz war dieses Spiel ein sehr guter Auftakt in die Grossfeldsaison. Sämtliche Feldspieler
und beide Torhüter kamen zu viel Einsatzzeit und machten ihre Sache äusserst gut. Die defensive
Organisation, die Taktik und die Spielanalyse werden folgen. Ein Start, auf dem aufgebaut werden
kann.

Wilderswil-Interlaken – UHC Visper Lions 10:3 (6:2)

Das zweite Spiel sollte zum ultimativen Gradmesser werden. Das noch ungeschlagene Team aus dem
Oberland hatte eben Eggiwil mit einer 11:0-Packung nach Hause geschickt. Die Visper Trainer waren
also gewarnt und versuchten das junge Team entsprechend einzustellen. Aus einem 2-1-2 wurde ein
defensiveres 2-2-1-System mit einem Top und einer defensiveren Grundausrichtung.
Jedoch dauerte es ein wenig, bis das System zu greifen schien und die Taktik umgesetzt werden
konnte. Genauer gesagt, dauerte es vier Spielminuten. In diesen 240 Sekunden sorgten die
Oberländer für einen 4:1 Vorsprung. Der Visper Fan sollte böses ahnen.
Das Tor für die Lions erzielte Zumtaugwald nach einem Ballgewinn in der gegnerischen Zone. Sehr
schön gemacht.
Doch nach diesem Kaltstart, verstanden die Spieler die Spielphilosophie und den entsprechenden
Gameplan. Die Räume wurden eng gemacht, der Slot abgedeckt und es wurde füreinander gekämpft.
Zwar führte Interlaken die feinere technische Klinge, besass deutlich mehr Spielanteile und war auch
physisch mit Vorteilen versehen, doch Tore sollten nicht mehr so einfach erzielt werden können.
Bravo. Das Pausenresultat von 6:2 zeigt, ohne die fatalen Startminuten, schlugen sich die jungen
Visper äusserst erfolgreich. Das zweite Tor für die Visper erzielte Wirthner, erneut auf Vorarbeit
Werlens – wie schon in Spiel 1. Die jungen scheinen sich zu verstehen.
Die zweite Halbzeit wurde zwar 4:1 verloren, wobei erst 4 Sekunden vor Schluss das Stängeli gelang.
Doch Kampfgeist, Mut und Selbstbewusstsein haben die jungen Stockartisten heute bewiesen. Auf
diesen Attributen lässt sich aufbauen. Rund zwei Minuten vor Schluss war es wiederum Wirthner, der
den gegnerischen Torhüter, nach einem Ballgewinn in der gegnerischen Platzhälfte, zu bezwingen
vermochte.

Die beiden Torhüter Rufus Peter und Elia In-Albon machten ihre Sache hervorragend, parierten gut
und waren auf der Höhe. Gerade In-Albon zeigte eine starke Reaktion auf einen unglücklichen
Auftakt im ersten Spiel. Die jungen Pfammatter, Zumofen, Schmid, Oggier und Nanzer sorgten für
defensive Stabilität und geglückten Spieleröffnungen. Dabei wurden sie von den arrivierteren Spieler
Leu, Fallert und Rüegg hervorragend unterstützt. Captain Burgener und der pfeilschnelle
Zumtaugwald versuchten offensive Nadelstiche zu setzen. Das gegnerische Bollwerk machte jedoch
oft genug einen Strich durch die Rechnung und zwang beide zu viel Defensivaufgaben.
Weiter geht es am 27. November 2022 mit dem Heimspiel in der Visper BFO gegen die Skorps und
Eggiwil.

Für die UHC Visper Lions spielten:
Torhüter: Peter Rufus (0 Tore / 0 Assists); In-Albon Elia
Feldspieler: Oggier Malin, Schmid Irina, Zumtaugwald Gian (1/0), Burgener Lars, Pfammatter Miguel,
Fallert Raphael, Nanzer Matthias, Rüegg Noel, Leu Severin, Zumofen Marco, Werlen Janis (0/2),
Wirthner Moreno (3/0)

 

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